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- Abschied von unserem "Schlepper".
Seit über 20 Jahren hat er uns mit fast 5000 Stunden Laufzeit
gute Dienste erwiesen. Hier finden sich viele Bilder (uns hatte
wirklich "das Herz geblutet"). Ersetzt wurde er durch einen ISEKI, der,
wie sein baugleiches Gegenstück, für den Rapsölbetrieb umgebaut wurde.

- In den 70er Jahren wurde
unser heutiger Schnittblumenladen gebaut. Seit dem hatten wir zur
Dekoration der Schnittblumen Waschbeton-U-Steine. Diese wurden dieses
Jahr durch Metallgestelle mit Schieferplatten
ersetzt. Vom Aussehen waren wir wirklich begeistert, allerdings
schluckt der Schiefer viel Licht, so dass wir zusätzliche
Strahler aufhängen mußten.

- Unser Laden bekam eine neue Farbe. Passend zur Firmenfarbe und dem Verkaufsgewächshaus wurde der Anstrich weinrot / apricot.

- Neue Luftbilder von unserer Gärtnerei sind entstanden.

Rapsölumrüstung
Da wir immer wieder über unsere Umrüstung befragt
werden, möchte ich hier einige Dinge kurz erzählen:
- Umrüstung auf Raps-/Pflanzenölbetrieb geht nur für Dieselmotoren.
- Rapsöl ist nicht
Biodiesel. Biodiesel muß ernegie-intensiv aufgearbeitet
werden, damit er mit normalen Dieselmotoren läuft. Biodiesel
ist sehr agressiv. Fast alle Fahrzeugverkäufer raten vom
Biodieselbetrieb ab, weil die Folgeschäden zu hoch sind. Zudem
hat Biodiesel eine Energieausbeute, die 10 % unter normalen Diesel
liegt. Rapsöl ist kalt gepresstes Pflanzenöl. Wir
beziehen unser Rapsöl direkt von der Anbaugemeinschaft in
Gunzenhausen. Rapsöl hat eine ähnliche Energieleistung wie Diesel.
- Rapsöl ist
zähflüssig. Die Umrüstung besteht daher
hauptsächlich aus Zusatzheizungen, die das Rapsöl vor
der Brennkammer auf mind. 70 Grad erwärmen.
- Wir
haben 2 Traktoren und
einen VW Passat (Baujahr 2003, 96kw) auf den Rapsölbetrieb
umgerüstet. Die Traktoren gingen motorbedingt im reinen
Rapsölbetrieb. Beim Passat mußte ein zweiter Tank
(20 l - statt des Reserverades) für Diesel eingebaut werden.
Durch den hohen Einspritzdruck und die exakte Motoreinstellungen lassen
leider die neuen VW-TDI keinen reinen Betrieb mit Rapsöl zu.
Deswegen muß ca. 3 km vor dem Abschalten mit Diesel
gespült werden, damit beim nächsten Start in der
Kaltlaufphase der Motor mit Diesel anläuft. Wir hatten dies
anfangs sehr lässig gehandhabt und als Ergebnisse starken
Rapsöleintrag ins Motoröl gehabt. Seit unserem konsequenten
Einhalten der 3 km "Spülzone" funktioniert es einwandfrei. Dadurch
scheiden aber leider sehr viele Kurzstrecken für den
Rapsölbetrieb aus.
- Die Umrüstung wurde durch die Firma Elsbett
durchgeführt. Pro Motor hat sie ca. 1800 Euro (+ Mehrwertsteuer)
gekostet. Probleme gab es anfangs mit dem Passat, weil bei der
Umrüstung Fehler gemacht wurden. Wir sind da wirklich gut beraten
worden, die Fehler wurden problemlos beseitigt und unsere
"Spülfehler" beim Passat wirklich kulant behoben. 2005 bekommen
wir in der Firma einen neuen VW-Bus und dieser wird auch wieder durch
Elsbett umgerüstet werden.
- Kosten: Rapsöl kostet uns
ca. 65 Cent / Liter (frei Haus bei 1000 l Liefermenge). Da unsere
Traktoren zwar oft laufen, aber relativ wenig Kraftstoff verbrauchen
rechnen wir damit, dass nach ungefähr 5 - 7 Jahren Laufzeit die
Umrüstkosten bezahlt sind. Beim Passat schaut die Statistik
für uns schon besser aus. Bedingt dadurch, dass wir mit Kindern
und Lieferungen sehr viel Kurzstrecken fahren, werden wir aber auch
mindestens 4 Jahre benötigen um die Umrüstkosten
auszugleichen.
- Das wirklich faszienierende an
der ganzen Sache ist aber der Umweltschutz: Die Luft, die ich mit dem
Auto verbrauche, wurde vor einem halben Jahr in Gunzenhausen erzeugt.
Autofahren, dass umweltschonender als Bahnfahren (und ich fahre gerne
Bahn) ist - umwerfend!
Für weiteres Information empfehle ich die Internetseiten der Firma Elsbett.
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